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Sendung vom 21. Dezember 1998
Englisches Roastbeef mit Kartoffelgratin
Auch wenn man nur zu viert ist, sollte man unbedingt ein großes
Bratenstück zubereiten. Es gelingt dann einfach besser, bleibt saftiger.
Und außerdem schmeckt Roastbeef auch kalt wunderbar. So hat man auch für
den nächsten Tag die Grundlage für ein herrliches Essen. Servieren Sie zum
dünn aufgeschnittenen kalten Fleisch Bratkartoffeln und eine
Remouladensauce mit feingehackten Gürkchen, Kapern und Kräutern.
Für 4 bis 6 Personen: 2 kg Rinderlende, sauber
pariert (also von überflüssigen Flachsen befreit) jedoch mit ihrer
Fettschicht, 1 EL Pfefferkörner, 1 TL Pimentkörner, 1 TL Salz, 2-3 EL
Olivenöl.
Majoran-Kartoffelgratin: 1 kg vorwiegend
festkochende Kartoffeln, 2 EL Butter, Salz, Pfeffer, 2 EL getrockneter
Majoran, ca. ¼ l Sahne, ¼ l Milch.
Die Fettschicht vom Fleisch mit einem Messer kreuzweise einschneiden,
dabei möglichst bis auf die Sehnenschicht hinab schneiden und sie
durchtrennen; das verhindert, daß sie sich zusammenzieht und den Braten
krümmt. Pfeffer und Piment im Mörser zerkleinern, das Bratenstück damit
rundum fest einreiben und mit Öl einmassieren. Einwirken lassen, bis die
Vorbereitungen für den Kartoffelgratin erledigt sind. Kurz bevor der
Braten in den Ofen kommt, salzen. Das ist wichtig, weil sonst das Salz dem
Fleisch Saft entzieht. Das Fleischstück auf den eingeölten Rost des
Backofens setzen. Für den Gratin die Kartoffeln schälen, auf dem
Gemüsehobel in 3 mm starke Scheiben schneiden. In einer flachen, mit
Butter ausgestrichenen Auflaufform verteilen, dabei salzen und pfeffern
und mit Majoran würzen. Tip: Im Sommer nimmt man frischen
Majoran, jetzt im Winter muß man auf getrockneten zurückgreifen - übrigens
darf dieser nicht schon jahrelang in Ihrer Küche herumstehen, dann hat er
nämlich alle Würzkraft verloren! Die Sahne mit der Milch angießen; die
Flüssigkeit sollte gerade knapp die Oberfläche erreichen (notfalls noch
einen weiteren Schuß hinzufügen). Die Form auf den Boden des auf 250 bis
275 Grad vorgeheizten Backofens stellen. (Bei Heißluft etwa 10 bis 20 Grad
weniger rechnen!) Nach zehn Minuten, wenn die Sahne bereits zu kochen
beginnt, das vorbereitete Roastbeef auf dem eingeölten Rost auf die
unterste Schiene in den Ofen schieben. Darauf achten, daß das Fleisch
exakt über der Bratenform mit den Kartoffeln sitzt. Das Fleisch
weiterhin auf stärkster Stufe etwa 10 Minuten anbraten. Den Ofen dann auf
100 Grad zurückschalten (bei Heißluft 80 Grad), das Fleisch in der
nachlassenden Hitze weitere 45, höchstens 60 Minuten langsam garziehen
lassen. Dabei tropft der Fleischsaft in den Kartoffelgratin und gibt ihm
würzigen Geschmack. Den Braten aus dem Ofen holen, vor dem Anschneiden
noch mit Alufolie zugedeckt 10 bis 15 Minuten ruhen lassen, damit sich das
Fleisch entspannt und die Säfte sich verteilen können. Zum Servieren das
Fleisch in nicht zu dicke Scheiben schneiden, etwa knapp einen halben
Zentimeter stark, und auf einer Platte anrichten. Mit dem Kartoffelgratin
zu Tisch bringen.
Dazu schmeckt ein erfrischender Salat, z. B. ein Feldsalat, der mit
feingewürfelten Zwiebeln angemacht ist oder bunt gemischt mit Chicorée,
Fenchel, Frisée und Radicchio sowie mit einer
Senf-Vinaigrette. Tip: Außerdem gibt's dazu Meerrettichspäne,
die ganz leicht hergestellt werden: Eine frische Meerrettichstange
schälen, sie auf die Arbeitsfläche stützen und längs mit einem Messer
hauchfeine Späne abschaben. Dies als letztes, unmittelbar vor dem
Servieren erledigen, weil sonst der Meerrettich sich dunkel färbt und
außerdem seine Würzkraft verliert.
Alle Angaben ohne Gewähr |