Es war an einem flauen frühlingstag, als ich wie gewöhnlich (ja, ich bin einer dieser langweiligen menschen, die in einem immer währendem trott lebt und wohl nie daraus entrinnen können wird (einmal von der gegebenheit abgesehen, die folgen wird)) zur metro ging um die linie eins zu nehemen, die mich hinaus in die Défense bringen würde.

Ich wusste, wieviele leute auf dem zug sein würden. Ich wusste, dass ich den grössten teil schon mal irgendwo gesehen haben werde und ich wusste auch, welches musikalische talent sich heute in der nach menschlichen ausscheidungen richenden metro um die gunst des unfreiwilligen publikums bemühen würde.Eigentlich wusste ich auch schon, was ich bis zum mittag machen würde und was auf der heimreise geschehen würde.

Ich bin kein mensch der überraschungen liebt, schon gar keiner, der welche erleidet. Ich arbeite seit nun 15 jahren im gleichen betrieb. Vorher hatte ich eine vierjährige lehre absolviert; ebenfalls in diesem betrieb. Ich gehöre zum festen kern. Ohne mich könnte sich niemand das unternehmen vorstellen. Am wenigsten ich.

Ich pendelte mit der metro seid ich denken kann. Autofahren war mir von je her zu gefährlich. Ein stau hätte mich unter zeitdruck bringen können. Bei der metro bin ich nicht schuld, wenn ich zu spät komme. Mein zeitplan ist so oder so in einer weise eingerichtet, dass ich seid ich in dieser firma arbeite nur 2 mal zu spät gekommen bin. Zur verteidigung der anderen muss ich bemerken, dass ich an tagen, an denen sich die gewerkschaften ins zentrum stellen wollen und zu streiks aufrufen prinzipiell zu hause bleibe. Nicht aus dem grund, dass ich etwas dagegen hätte und nicht teilnehmen möchte, was ich ja zwangsweise machen würde, wenn ich auf eine metro warten würde, die aus gewerkschaftlichen gründen nicht kommt. Nein, ich hasste einfach diese unruhe an diesen tagen in der stadt.

Ich nahm einfach für diese tage, wie auch für meine ferientage (welche ich nur bezog, weil sich mein chef sorgen machte mir überstunden bezahlen zu müssen) etwas arbeit mit nach hause. Ich hatte in meinem zweiten zimmer meines deux-pièces ein arbeitszimmer eingerichtet. Nicht weil ich ein fanatischer arbeitskranker wäre, aber weil es einfach schade um das zimmer gewesen wäre, wenn es leer gestanden wäre.

Ja, sie schlussfolgern richtig. Ich lebe alleine Ich habe schon immer alleine gelebt und ich kann es mir nicht vorstellen eines tages anderst zu leben. Ich habe mein zimmer mit einem bett, einem tisch, einer kommode und einem stuhl. wozu ich den tisch habe weiss ich eigentlich nicht so recht. Er war halt schon immer da und wird es wohl, wenn sich nichts drastisches erreignet, noch eine weile bleiben. Der stuhl ist nur da zum aufhängen meiner hemden. Ich habe nämlich eine unbegründbare aversion gegen kleiderhaken. Es könnte sich etwas an ihnen festsetzen, hängenbleiben. Das will ich irgendwie nicht. Alles was nicht mir ist, und dafür habe ich meine orte wo diese sachen hingehören, soll das zimmer auf die weise verlassen, wie es gekommen ist: durch die türe - ein fenster hatte das zimmer nämlich nicht. Einen ausblick brauche in nicht. ich weiss ja was kommt.

Jetzt zum beispiel kommt gerade die metro.